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Dieses Thema hat 51 Antworten
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 Eurovision Song Contest
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Summilie Offline

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Beiträge: 3.418

30.05.2006 21:55
Deutscher Vorentscheid antworten

1956: Deutscher Vorentscheid im Kölner Funkhaus

Als die Idee des Grand Prix Eurovision 1955 geboren wurde, hegten die Veranstalter vor allem einen Wunsch: Der Gesangswettbewerb sollte das Medium Fernsehen bekannter machen. Gerade einmal zwei Prozent aller Deutschen besaßen zu der Zeit ein Fernsehgerät.

Ob ein deutscher Vorentscheid zum Premieren-Contest überhaupt stattfand, ist ungewiss. Zwar kündigten Programmzeitschriften für den 1. Mai 1956 eine Gesangsshow aus dem großen Sendesaal des Kölner Funkhauses an, mit zwölf bekannten Stars dieser Zeit wie Margot Hielscher, Margot Eskens, Friedel Hensch und die Cyprys und Gerhard Wendland. Doch keiner der Künstler mag sich an eine solche Veranstaltung erinnern.

Fest steht dagegen, dass Freddy Quinn und Walter Andreas Schwarz als erste Vertreter Deutschlands zum Grand Prix de la Chanson nach Lugano reisten. Unterschiedlicher hätten die beiden Beiträge nicht sein können. Freddy Quinns flottes "So geht das jede Nacht" war rock'n'roll-lastig, Walter Andreas Schwarz "Im Wartesaal zum großen Glück" dagegen kam ganz in alter Chanson-Tradition daher.

Auch wenn das Lied von Walter Andreas Schwarz besser zum Grand Prix passte, nach der Show in Lugano verschwand der Künstler wieder in der Versenkung. Freddy Quinn dagegen hatte fast zeitgleich mit "Heimweh" seinen ersten großen Hit.

Summilie Offline

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30.05.2006 21:56
#2 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1957: Deutscher Vorentscheid in Frankfurt am Main

Der Hessische Rundfunk hatte den Zuschlag für den internationalen Wettbewerb erhalten und richtete auch den deutschen Vorentscheid aus. Vier Interpreten traten am 17. Februar vor die Jury: Margot Hielscher, die mit zwei Titeln antrat, Renée Franke, Illo Schieder und Paul Kuhn. Die Wertungsrichter entschieden sich schließlich für Margot Hielschers "Telefon, Telefon". Der Text stammte von Ralph Maria Siegel, dem Vater des erfolgreichen Grand Prix-Komponisten Ralph Siegel.

Margot Hielschers Ballade war für die damalige Zeit modern und befasste sich mit einer technischen Errungenschaft, die gerade erst Einzug in die deutschen Haushalte hielt – das Telefon. Dass es mit diesem Lied dennoch nicht zum Sieg beim Grand Prix zwei Wochen später reichen würde, war der Show-erfahrenen Sängerin vorher klar. "Das Lied hatte nicht genug von der Aggressivität, die ein Siegerlied haben muss," sagte sie in einem Interview. "Leise Lieder haben es immer schwer."

Summilie Offline

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30.05.2006 21:58
#3 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1958: Deutscher Vorentscheid in Dortmund

Wie schon im Jahr zuvor hieß auch diesmal die deutsche Kandidatin Margot Hielscher. Bei der nationalen Ausscheidung am 20. Januar in der kleinen Westfalenhalle in Dortmund setzte sie sich mit dem Titel "Für zwei Groschen Musik" gegen elf Konkurrenten durch, darunter so bekannte Namen wie Fred Bertelmann, Vico Torriani, Georg Thomalla, Evelyn Künneke und Lale Andersen, die mit "Die Braut der sieben Meere" Zweite wurde.

Dass die Stars der deutschen Unterhaltungsbranche antraten, hatte seinen Grund: Die Künstler nutzten das Fernsehen, um bekannter zu werden.

Erstmals zählten die Juroren ihre Stimmen öffentlich an einer Wertungstafel aus. Margot Hielschers Song über eine Jukebox und die Macht der Musik – eine Komposition von Hielschers Ehemann Freidrich Meyer – überzeugte die Richter wegen seiner swingenden Melodie und dem leicht wiedererkennbaren Refrain.

Summilie Offline

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30.05.2006 21:59
#4 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1959: Deutscher Vorentscheid

In diesem Jahr gab es keine Entscheidungsshow zum Grand Prix im deutschen Fernsehen. Die ARD wählte ohne Vorauswahl die Zwillinge Alice und Ellen Kessler als ihre Stimmen für den Titel "Heute abend woll’n wir tanzen geh’n". Die Kesslers, die zuvor als Tänzerinnen Erfolge im Pariser Lido gefeiert hatten, lockte vor allem die Chance, die internationale Bühne zu betreten.

Vor dem Auftritt jedoch mussten die Songwriter den Titel und einige Textpassagen des bereits fertigen Stücks – das eigentlich "Heute möchte’ ich bummeln" hieß – ändern. Heraus kam ein durchaus freches Lied. Vor allem Zeilen wie "Hallo Boy!" und "Hast Du Zeit? – Dann komm’ mit, sag’ nicht nein" waren für die damalige Zeit viel zu direkt. Getreu dem geänderten Titel legten die Zwillinge bei ihrem Auftritt eine einminütige Tanzeinlage hin.

Trotz eines Platzes im Mittelfeld des Eurovisions-Finale ging es fortan mit der internationalen Karriere der Kessler-Zwillinge aufwärts. Mit "La notte e piccola" und "Lascati baciare col letkis" kamen sie vor allem in Frankreich und Italien gut an. Außerdem traten sie im Ausland in zahlreichen TV-Shows, Theatern und Musicals auf.

Summilie Offline

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16.05.2007 16:34
#5 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1960: Deutscher Vorentscheid in Wiesbaden



Tränen hinter der Bühne, Buhrufe aus dem Publikum und der Sieg eines krassen Außenseiters – die deutsche Vorentscheidung in der Rhein-Main-Halle hatte es in sich. Heidi Brühl, die beliebte Schauspielerin aus der Serie "Immenhof" galt mit "Wir wollen niemals auseinander geh’n" als große Favoritin, die anderen Teilnehmer wie Rex Gildo und Angèle Durand, Gerhard Wendland und Wyn Hoop schienen ohne Chance. Doch die Jury – 15 benannte Fachleute und 30 Zuschauer aus der Halle – sah es anders: Sie entschied sich für Wyn Hoop mit dem Titel "Bonne nuit, ma chérie" als Kandidaten für den Song Contest.

Für Wyn Hoop kam der Erfolg nicht überraschend. "Ich war natürlich ein totaler Außenseiter – und konnte dies nur mit der Arroganz eines gestandenen Musikers den Schlagersängern gegenüber sagen, aber von dem Song war ich restlos überzeugt," erzählte später der studierte Sänger, der vor seinem Auftritt in Wiesbaden mit Schlagern nichts am Hut hatte.

Viele Zuschauer allerdings hätten lieber die Brühl in London gesehen. Das belegen auch die Verkaufszahlen der Lieder. "Wir wollen niemals auseinander geh’n" stand sieben Wochen lang an der Spitze der Hitparade und war damit einer der größten deutschen Nachkriegsschlager, Wyn Hoop dagegen schaffte es – außer bei der deutschen Vorentscheidung – nie zur Nummer Eins. In London landete "Bonne nuit, ma chérie" auf dem vierten Platz.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:37
#6 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1961: Deutscher Vorentscheid in Bad Homburg



"Anspruchsvolle Chansons" – das wünschte sich in diesem Jahr Hans-Otto Grünefeldt, der erstmals die Verantwortung für die Eurovisions-Show übernommen hatte. Deshalb beauftragte er im Dezember 1960 13 Komponisten, Melodien für die deutsche Vorentscheidung zu schreiben. Das Ergebnis: Lale Andersen siegte am 25. Februar im Kurhaus in Bad Homburg mit "Einmal sehen wir uns wieder".

Lale Andersens Markenzeichen war ihr Rollkragenpullover, auf den sie beim Grand Prix in Cannes aber verzichtete. Bekannt war die Mittfünfzigerin vor allem durch das Hans-Leip-Lied "Lili Marleen" geworden, das der deutsche Soldatensender Radio Belgrad im Krieg als abendliche Schlussmelodie spielte. In den 60er Jahren verhalfen ihr mehrere Seemann-Schlager wie etwa "Ein Schiff wird kommen" zu einem Comeback.

Ein anderer Teilnehmer sollte später nicht als Sänger, sondern als Moderator Karriere machen: Dieter Thomas Heck blieb mit dem Titel "Was tut man nicht alles aus Liebe" zwar Platz Eins versagt, wurde aber in den 70er Jahren zum Gesicht der "ZDF Hitparade".



Summilie Offline

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16.05.2007 16:39
#7 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1962: Deutscher Vorentscheid in Baden-Baden



So viel Glanz und Glamour gab es wohl selten bei einer deutschen Vorentscheidung: In vier TV-Vorrunden wurden zwölf Songs für das Finale ausgewählt. Da Baden-Baden gleichzeitig Veranstaltungsort der Deutschen Schlagerfestspiele war, lag es nahe, die zwölf Finalisten im Rahmen des Festivals auftreten zu lassen. Die Teilnehmerliste bestand aus lauter Stars des damaligen Schlagerwesens: Es traten beispielsweise Conny Froboess, Siw Malmkvist, Margot Eskens, Wyn Hoop, Ralf Bendix, Bill Ramsey und Jimmy Makulis an.

Conny Froboess und Siw Malmkvist lieferten sich zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit einem Punkt Vorsprung gewann Conny Froboess Schlager "Zwei kleine Italiener". Dabei half ihr vielleicht die Flutkatastrophe vom 17. Februar in Norddeutschland: Der NDR und Radio Bremen hatten wegen der Folgen der Überschwemmungen in ihren Sendegebieten keine Vertreter in die Jury entsandt, hätten Gerüchten zufolge aber für Siw Malmkvists "Die Wege der Liebe" gestimmt.

Froboess Lied über zwei italienische Gastarbeiter, die jeden Abend am Bahnhof dem D-Zug nach Neapel hinterher schauen, war ein großer Erfolg: Sechs Wochen lang stand es auf Platz Eins der Hitparade, 28 Wochen lang sogar in den Verkaufscharts. Es folgten Hits wie "Lady Sunshine" und "Verliebt, verlobt, verheiratet" mit Peter Alexander, ehe sie sich mehr der Film- und Theaterschauspielerei zuwandte.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:40
#8 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1963: Deutscher Vorentscheid in Frankfurt am Main



Ein anspruchsvolles und siegerfähiges Lied und keinen kommerziell erfolgreichen Schlager – das wollte der Eurovisions-Verantwortliche Hans-Otto Grünefeldt auch in diesem Jahr zum Grand Prix nach London schicken. Die Idee aus dem Vorjahr, den Rahmen der Deutschen Schlagerfestspiele für die deutsche Vorentscheidung zu nutzen, erfüllte nicht seine Erwartungen. Der Beitrag "Zwei kleine Italiener" von Conny Froboess erreichte nur den sechsten Platz. Deshalb nominierte Grünefeldt diesmal die populäre "Immenhof"-Darstellerin Heidi Brühl zur Grand Prix-Kandidatin. Die Fernsehzuschauer konnten unter fünf Titeln wählen, welches Lied die Brühl in London vortragen sollte.

63 Prozent aller deutschen Haushalte waren am 28. Februar zugeschaltet, als Heidi Brühl im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks die fünf Lieder vorstellte. Auch die Beteiligung war enorm: 83.515 Stimm-Postkarten trafen bei den Veranstaltern ein, 66 Prozent der Einsender entschieden sich für den flotten Song "Marcel", komponiert von Charly Niessen. Dass sich der Erfolg auf internationaler Ebene nicht planen lässt, musste Grünefeldt auch diesmal erleben: Deutschland wurde beim Grand Prix nur Neunter.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:42
#9 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1964: Deutscher Vorentscheid in Frankfurt am Main



In diesem Jahr veranstaltete Hans-Otto Grünefeldt, der deutsche Grand Prix-Verantwortliche, wieder einen Vorentscheid mit mehreren Interpreten, darunter René Kollo, Gerhard Wendland und Fred Bertelmann. Sechs Lieder – geschrieben von Autoren, die bei den Schlagerfestspielen in Baden-Baden erfolgreich gewesen waren – wurden dem Publikum in Frankfurt am Main vorgestellt. Zehn Experten und 50 Laien entschieden sich für die in Bulgarien geborene Nora Nova mit "Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne" als Kandidatin für Kopenhagen.

Nora Nova war dem TV-Publikum eher unbekannt. Erst 1960 war sie nach Deutschland gekommen und hatte sich beim Electrola-Nachwuchswettbewerb "Die große Chance" einen Plattenvertrag ersungen. Mit dem Lied "Du bist so lieb, wenn du lächelst" wurde sie bei den Schlagerfestspielen 1961 Vierte. Ihren einzigen echten Hit hatte sie 1963 mit dem Stück "Männer gibt es wie Sand am Meer". Beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen erhielt sie als erste deutsche Kandidatin überhaupt keine Punkte der Jury.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:43
#10 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1965: Deutscher Vorentscheid in Hamburg



Nach Nora Nova wurde Ulla Wiesner zur zweiten deutschen Kandidatin, die bei einem Grand Prix null Punkte einfuhr. Dabei hatten die elf Expertenjuroren am 27. Februar beim deutschen Vorentscheid ihr Lied "Paradies, wo bist du?" mit Abstand zu den fünf anderen Teilnehmern auf Platz Eins gehoben. Auch der Grand Prix-Verantwortliche Hans-Otto Grünefeldt, der sich gegen jede Art von Entertainment wehrte, hielt den Titel für geeignet. Nur – es reichte nicht für den internationalen Erfolg.

Ulla Wiesner sang von 1963 an im Günter-Kallmann-Chor, im Botho-Lucas-Chor und in der Singing Company. Der 15. Platz beim Grand Prix in Neapel beendete Wiesners Karriere, ehe sie richtig begonnen hatte. Nur 1968 hatte sie noch einen Auftritt beim Festival von Knokke. Sie selber sagte dazu: "Der Grand Prix war mein Karriereknick. Ich wurde von der Presse nie gemocht und wäre am liebsten ausgewandert."



Summilie Offline

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16.05.2007 16:45
#11 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1966: Deutscher Vorentscheid in Frankfurt am Main



1963 sollte Margot Eskens für die eigentlich vorgeschlagene Heidi Brühl einspringen, weil die lange zögerte, für Deutschland beim Grand Prix anzutreten. Die fünf Vorentscheidungstitel hatte die Eskens bereits im Studio fertig produziert. Doch dann sagt die Brühl doch noch zu. Drei Jahre später war Margot Eskens endlich an der Reihe, allerdings wieder nicht als erste Wahl, sondern weil die Holländerin Corry Brokken es ablehnte, für ihr Nachbarland zu singen.

Dank der internen Juryauswahl des Hessischen Rundfunks brauchte sich die Sängerin keiner Konkurrenz zu stellen. Im Januar stellte sie drei Lieder vor, von denen neun Experten in geheimer Wahl den Titel "Die Zeiger der Uhr" zum Lied für den Contest in Luxemburg erkoren.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:47
#12 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1967: Deutscher Vorentscheid



Hoher Anspruch und Hittauglichkeit – auf der Suche nach einem Lied, das beide Qualitäten in sich vereint, vertraute der Hessische Rundfunk wieder der internen Vorauswahl. Zusammen mit vier Experten und drei Journalisten entschied sich Grand-Prix-Promoter Hans-Otto Grünefeldt aus 121 Songs für den Titel "Anouschka", geschrieben von Hans Blum. Als Interpretin stand die aus dem Fernsehen bekannte Sängerin Inge Brück schon vorher fest. Ein Jahr zuvor hatte sie mit dem Lied "Frag’ den Wind" in Rio de Janeiro das größte brasilianische Liederfestival gewonnen. Die Schlagerballade "Anouschka" wurde später von der Sängerin Alexandra erfolgreich gecovert.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:49
#13 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1968: Deutscher Vorentscheid



Siw Malmkvist, Peggy March, Dorthe oder Gitte – fast alle in Deutschland erfolgreichen Schlagersängerinnen besaßen keinen deutschen Pass. So trat in diesem Jahr eine populäre Norwegerin für Deutschland beim Finale in der Royal Albert Hall in London an. Wencke Myhre war die Wunschkandidatin des Komponisten Horst Jankowski, der vom Hessischen Rundfunk beauftragt worden war, einen deutschen Grand Prix-Beitrag zu schreiben.

Jankowski, außerdem Bandleader des SWF-Orchesters, war ein ausgesprochener Jazz- und Swingliebhaber. Er verpasste dem schwungvollen "Ein Hoch der Liebe" einen poppigen Text und mehrsprachigen Refrain. Trotz aller Internationalität – echte Siegchancen rechnete sich Wenke Myhre in London nicht aus, schließlich musste sie gegen Cliff Richard antreten. Am Ende reichte es für den fortschrittlichen Beitrag zu einem sechsten Rang.



Summilie Offline

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16.05.2007 16:50
#14 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1969: Deutscher Vorentscheid in Frankfurt am Main



Nach vier Jahren interner Vorauswahl gab es mal wieder einen öffentlichen Wettbewerb. Rex Gildo, Peggy March und Siw Malmkvist trugen je drei zuvor ausgewählte Lieder vor. Eine elfköpfige Jury bestimmte zunächst das beste Lied eines jeden Interpreten. Danach kürten sie das Siegerlied für Madrid. Andere bekannte Sänger wie Roy Black oder Manuela waren nicht gefragt worden, ob sie mitmachen wollten.

Die Wahl fiel auf die Schwedin Siw Malmkvist, die schon 1960 für ihr Heimatland im Finale an den Start gegangen war. Auch 1961 gewann sie mit "April, April" den schwedischen Vorentscheid, durfte aber international nicht auftreten, weil sie während ihres Siegesvortrages zu albern war und ihren Text vergessen hatte. Ihr Lied für die deutsche Teilnahme, "Primaballerina", handelte von der Einsamkeit eines Porzellanpüppchens. Die Sängerin wusste aber schon vor dem Finale: "kein Siegerlied."



Summilie Offline

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16.05.2007 16:53
#15 RE: Deutscher Vorentscheid antworten

1970: Deutscher Vorentscheid in Frankfurt am Main



Dieser deutsche Vorentscheid war ein Meilenstein in der Geschichte des Grand Prix: Nicht nur die Show des Hessischen Rundfunks im Fernsehen sah zeitgemäßer als die vorangegangenen aus, mit Katja Ebstein gewann auch noch eine junge Künstlerin, die aus der Studentenbewegung und Liedermacherszene kam. Ihren ersten Eurovisions-Song "Wunder gibt es immer wieder" komponierte ihr damaliger Lebensgefährte Christian Bruhn, der auch schon den früheren Beitrag "Zwei kleine Italiener" für Conny Froboess geschrieben hatte.

Demos gegen Notstandsgesetze, Atom, Vietnamkrieg und Mauerbau – das interessierte Katja Ebstein mehr als der Schlager. Mit Christian Bruhn versuchte sie ab 1968, ambitionierte Musik zu machen, die den Leuten trotzdem gefallen sollte: deutsche Popmusik. "Wunder gibt es immer wieder" unterschied sich somit mit einer Bluesnote als Intro, einem furiosen Schluss und einer Weltverbesserer-Attitüde von den herkömmlichen Schlagern: ein Popsong mit Mitteln des Soul und des Blues.

Den sieben Experten aus dem TV- und Musikbusiness gefiel es. Im Finale des Vorentscheids vergaben sie alle ihre Punkte an Katja Ebstein. Der Hair-Darsteller Reiner Schöne mit "Allein unter Millionen" und Mary Roos mit "Bei jedem Kuss" blieben chancenlos. Der Song Contest war Katja Ebstein das Sprungbrett für ihre Gesangskarriere, die gut zehn Jahre lang anhielt.



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