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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Tiere
LakkyLady ( Gast )
Beiträge:

07.04.2005 09:10
Fische antworten

Fische (Pisces) sind wechselwarme fast ausschließlich im Wasser lebende Wirbeltiere mit Kiemen. Etwa die Hälfte aller Wirbeltierarten sind Fische, die ältesten bekannten Fossilien sind rund 450 Millionen Jahre alt. Man unterscheidet speziell Knorpelfische (Chondrichthyes), zu denen unter anderem die Haie und Rochen zählen und Knochenfische (Osteichthyes), die alle anderen Fische umfassen. Das mit Fischen befasste Forschungsgebiet heißt Ichthyologie.

Die Körperform der Fische ist je nach Lebensweise mehr oder weniger lang gestreckt - schnelle Schwimmer sind torpedoförmig, bodenlebende Arten abgeplattet, Arten die in Riffen oder Tangwäldern leben, seitlich zusammengedrückt. Die Größe ausgewachsener Fische schwankt, je nach Art, zwischen kaum mehr als einem Zentimeter und 18 Metern.

Das Skelett besteht aus Knorpel (Knorpelfische) oder Knochen (Knochenfische). Am Schädel befindet sich das Kiemenskelett aus vier bis sieben Kiemenbögen, von denen der vordere zum Unterkiefer umgebildet ist. Die Wirbelsäule ist mit dem Schädel verbunden. In der Rumpfregion tragen die Wirbel Rippen, über die ganze Länge Dornfortsätze auf der Rückenseite, im Schwanzbereich auch auf der Bauchseite. In den Muskelscheiden von Knochenfischen befinden sich häufig Gräten aus verknöchertem Bindegewebe. Zur Steuerung und Fortbewegung dienen die Flossen, die bis auf die Fettflossen (bei Lachsen, Salmlern, Welsen) mit knochigen Flossenstrahlen (Radien) verstärkt sind. Brust- und Bauchflossen sind paarig und mit dem Schulter- beziehungsweise - Beckengürtel verbunden. Die unpaarigen Rücken, Schwanz- und Afterflossen sind über Flossenträger (Radiale) mit der Wirbelsäule verwachsen. Die bei manchen Arten zwischen Rücken- und Schwanzflossen gelegenen Fettflossen verfügen über kein Skelett, können aber hornartig verstärkt sein. Zur Fortbewegung dient - zusammen mit einer seitlich schlängelnden Körperbewegung - vor allem die Schwanzflosse. Einige Arten bewegen sich jedoch auch überwiegend mittels der Brustflossen fort und nutzen die Schwanzflosse lediglich als Ruder.

Die Haut der Fische besteht aus zwei Schichten: der bindegewebshaltigen Lederhaut, in der sich Schuppen und Farbzellen befinden, und der mit Schleimdrüsen versehenen Oberhaut. Der Schleim verringert den Strömungswiderstand, da er die Grenzgeschwindigkeit für die Entstehung von Turbulenzen heraufsetzt. Desweiteren hat der Fischschleim eine schützende Wirkung auf die Schuppen und die darunterliegende Haut, da er antibakteriell wirkt. Bei Knorpelfischen übernehmen winzige, zahnartige Placoidschuppen eine vergleichbare Funktion.

LakkyLady ( Gast )
Beiträge:

07.04.2005 09:12
#2 RE:Fische antworten

Fische haben einen geschlossenen Blutkreislauf mit einem nahe an den Kiemen gelegenen, einfachen Herz, das aus einem Vorhof und einer Herzkammer besteht. Es pumpt venöses Blut direkt in die Kiemen, die aus zahlreichen, mit Kapillaren durchzogenen Blättchen, feinen Hautausstülpungen, bestehen. Die Kiemen nehmen über ihre große Oberfläche gelösten Sauerstoff aus dem Wasser auf und geben ihn an das Blut weiter. Die sehr hohe Effektivität der Sauerstoffaufnahme über die Kiemen (bis zu 70% des verfügbaren Sauerstoffs) kann auf das Prinzip des Gegenstromaustauschers in den Kiemen und die sehr hohe Affinität von einigen Fischhämoglobinen zu Sauerstoff zurückgeführt werden. Bei Knochenfischen sind die Kiemenspalten durch hornartige Kiemendeckel (Operculum) verdeckt. Durch die Absenkung des Mundbodens und das gleichzeitige Abheben des Kiemendeckels kommt es einem Einstrom von Wasser durch das Maul. Membranen an den Kiemendeckeln verhindern einen Einstrom des Wassers. Beim Auspressen schließt sich im vorderen Maulbereich eine Klappe und das Wasser wird durch die Kiemenspalten nach hinten ausgepresst. Knorpelfische, deren Kiemenspalten von außen sichtbar sind, müssen sich dagegen ständig mit geöffnetem Maul bewegen, damit das Wasser an den Kiemen entlang strömen kann.

Bei einigen Knochenfischen (beispielsweise Aalen) ist die Kiemenhöhle nur durch eine kleinen Spalt nach außen geöffnet, wodurch die Kiemen auch auf dem Trockenen eine gewisse Zeit feucht und damit funktionsfähig bleiben. Einige mehr oder weniger amphibisch lebende Fischarten verfügen über weitere Atmungsorgane: Schlammspringer können Luftsauerstoff durch Hautatmung aufnehmen. Verbreiteter ist die Darmatmung, beispielsweise beim Schlammpeitzger, dabei wird Luft geschluckt, der Gasaustausch findet an den Wänden des stark durchbluteten Vorderdarms statt. Einige Fische (Labyrinthfische) atmen auch Luft, indem sie Ausstülpungen im Kopfbereich zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft nutzen. Fischen, deren Schwimmblase noch mit dem Darm verbunden ist, wie den Knochenhechten, dient auch die Schwimmblase zur Luftatmung. Bei Flösselhechten und Lungenfischen haben sich diese Darmausstülpungen bereits zu Lungen entwickelt.

Bei den meisten Fischarten hat die Schwimmblase die Funktion, das spezifische Gewicht (die Dichte) zu regulieren, so dass sie ohne Kraftanstrengung im Wasser schweben können oder nur sehr langsam zu Boden sinken. Hervorgegangen ist sie aus einer Ausstülpung an der Oberseite des Darmeingangs; sie kann, wie bei den Karpfen, noch mit ihm verbunden sein oder, wie bei den Barschen, vom Darm getrennte Kammern bilden. Zur Regulierung des spezifischen Gewichts werden Gase (Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff) aus dem Blut über die so genannte Gasdrüse oder einen Verbindungsgang zum Darm, den ductus pneumaticus in die Schwimmblase abgegeben. Zur Leerung der Schwimmblase gelangt das Gas entweder über den ductus pneumaticus in den Vorderdarm oder über einen stark durchbluteten Bereich in der Schwimmblasenwand, das oval, wieder zurück ins Blut. Knorpelfischen, aber auch bodenlebenden oder besonders gut schwimmenden Knochenfischen fehlt die Schwimmblase – sie sinken zu Boden, wenn sie sich nicht bewegen.

LakkyLady ( Gast )
Beiträge:

07.04.2005 09:20
#3 RE:Fische antworten

Das Nervensystem ist einfach, das Gehirn klein, eine Großhirnrinde fehlt. Der Geruchssinn der Fische ist sehr ausgeprägt, Nasen- und Mundhöhle sind voneinander getrennt. Die Ohren bestehen aus geschlossenen, flüssigkeitsgefüllten Blasen, bei einigen Arten sind sie durch bewegliche Knochen mit der Schwimmblase verbunden. Im Aufbau ähneln sie dem Innenohr des Menschen. Die meisten Fischarten können Signale unterhalb 1 kHz wahrnehmen, einige haben ihr Hörvermögen durch spezielle Strukturen verbessert und den Hörbereich bis 5 oder mehr kHz erweitert. Die Augen haben eine starre Linse, die auf Nahsicht fokussiert ist. Sie nehmen auch ultraviolettes Licht wahr. Besonders bei bodenlebenden Fischen ist der Tastsinn gut entwickelt. Vor allem an Lippen und Barteln befinden sich in der Oberhaut Sinneszellen, die Berührungsreize übertragen. Als "sechsten Sinn" verfügen Fische über Organe zur Wahrnehmung von Wasserströmungen, die Seitenlinienorgane, die sich seitlich etwa in der Mitte über einen Großteil der Körperlänge erstrecken. Sie bestehen aus einer Reihe von Hauteinstülpungen, in denen sich Sinneszellen mit Sinneshaaren befinden, die durch Strömungsveränderungen bewegt werden.

Die Fortpflanzungsorgane der Fische befinden sich seitlich und oberhalb des Darms. Die Befruchtung findet bei den meisten Arten ohne Kopulation statt, stattdessen wird der weibliche Rogen (die Eier) und die männliche Milch (der Samen) etwa gleichzeitig ins Wasser abgesetzt. Dabei schwankt die Anzahl der Eier extrem: Störe legen mehrere Millionen, die brutpflegenden Stichlinge nicht mehr als hundert. Bei brutpflegenden Arten sind es häufig die Männchen, die die Pflege übernehmen. Einige Fischarten haben kein genetisch bestimmtes Geschlecht, es prägt sich erst durch den Kontakt mit Partnern oder durch Umweltbedingungen aus und kann mehrmals gewechselt werden. Es gibt auch Fische, die über Kopulationsorgane verfügen, wie beispielsweise Haie. Solche Fische sind häufig lebendgebärend.

Die Fische sind ein paraphyletisches Taxon, das bedeutet, dass die Gruppe nicht alle Nachkommen des gemeinsamen Vorfahren aller Fische umfasst. Es fehlen nämlich die Landwirbeltiere (Tetrapoda), die eigentlich eine Untergruppe der Knochenfische darstellen. So sind beispielsweise die Quastenflosser und Lungenfische enger mit den Landwirbeltieren verwandt als mit anderen Fischen. Aus kladistischer Sicht sind die Fische daher kein gültiges Taxon mehr, da nach dieser Methode nur monophyletische Gruppen anerkannt und benannt werden. Die Wikipedia folgt hier aber der traditionellen Systematik. Die Fische lassen sich dann am besten als Ausschlusstaxon definieren: Fische sind alle Kiefermäuler, die keine Landwirbeltiere sind.

Grundsätzlich nicht zu den Fischen gehören die Kieferlosen (Agnatha), wie beispielsweise die Neunaugen, die dennoch manchmal im populären Sprachgebrauch als "Fische" bezeichnet werden.

LakkyLady ( Gast )
Beiträge:

22.04.2005 06:56
#4 RE:Fische antworten

Clownfisch (Gattung Amphiprion)

* Clownfische oder auch Anemonenfische werden in mehrere Arten unterteilt und gehören zur Familie der Korallenbarsche (Pomacentridae) innerhalb der Ordnung der Barschartigen (Perciformes).


* Ihr Lebensraum sind die Korallenriffe des Indopazifiks und Roten Meeres.


* Anemonenfische leben immer in Symbiose mit Seeanemonen. Vermutlich ist jede Fischart auf eine Anemonenart spezialisiert. Die Fische verstecken sich entweder einzeln oder in kleinen Schwärmen im Schutz der giftigen Tentakeln; sie selbst sind immun gegen das Nesselgift, weil ihre Haut einen Schutzfilm produziert bzw. die Tiere sich selbst mit dem giftigen Schleim der Anemone imprägnieren. Im Gegenzug reinigen die Clownfische die Tentakeln von Sand und halb verdauten Auswurfstoffen, verteidigen sie gegen Fressfeinde und bringen sogar Nahrung in die Tentakelkronen.


* Clownfische erreichen eine Körperlänge von 12 cm. Ihr Rumpf ist länglich und seitlich abgeflacht.

* Die Färbung reicht von hellem Orange bis zu dunklem Rostrot. Je nach Art weisen die Fische einen oder mehrere weiße Querstreifen auf, die ihnen den Namen Clown- oder Harlekinfisch eingebracht haben.


* Anemonenfische ernähren sich von Krill, Zoo- und Phytoplankton.


* Anemonenfische zeigen ein stark ausgeprägtes Revierverhalten. Treffen sie auf einen Gegner, stellen sich beide Tiere seitlich gegeneinander - entweder parallel oder gegenparallel - auf, so dass der Kopf des einen Fisches auf den Schwanz des Artgenossen weist. Sie attackieren sich mit Wasserstößen oder versuchen, den Gegner mit der Brustflosse zu umfangen.


* Clownfische sind Folgezwitter. Alle frisch geschlüpften Tiere sind zuerst männlich. Erst wenn die Tiere voll ausgewachsen sind, entwickeln sich aus den größten Fischen Weibchen. Sobald diese sterben, wandeln die rangnächsten Männchen ihr Geschlecht.


* Die Eier werden im Schutze der Tentakel der Seeanemone abgelegt und vom Männchen gegen Feinde verteidigt. Nach dem Schlupf suchen sich die Jungtiere eine "eigene" Seeanemone als Symbiose-Partner.

LakkyLady ( Gast )
Beiträge:

22.04.2005 06:57
#5 RE:Fische antworten

Feuerfisch (Pterois volitans)

Der Feuerfisch gehört zur Familie der Drachenköpfe (Scorpaenidae). °Sein Verbreitungsgebiet ist der Pazifik und das Rote Meer. Der Feuerfisch schwebt meist ruhig im Wasser oder verbirgt sich in Höhlen. Die Fische besitzen eine auffällige Warnfärbung in Braun- und Rottönen, die von kontrastreichen weißen Streifen durchbrochen wird. Ihre Brustflossen werden von breit gesäumten und braun- oder rotweißen gebänderten Strahlen gestützt. Der Fisch kann eine Länge von bis zu 40 Zentimetern erreichen. Nach dem Ablaichen treiben die Eier des Feuerfisches frei im Wasser.

Ihre Rückenflossenstacheln sind stark verlängert, die ersten drei Rückenflossen stehen mit Giftdrüsen in Verbindung. Dreizehn Strahlen der Rückenflossen, drei der After- und zwei der Bauchflossen sind mit Giftdrüsen ausgestattet. Die Brustflossen der Rotfeuerfische tragen keine Giftdrüsen. In den Giftdrüsen befindet sich eine Eiweißsubstanz, die auch dem Menschen gefährlich werden kann. Der Feuerfisch zählt zu den rund 250 Fischarten, die ihre Giftwaffe gezielt einsetzen.

Der dämmerungsaktive Fisch ist kein guter Schwimmer, weshalb er sich ganz auf seine Tarnung verlässt. Aufgrund seiner Färbung verschmilzt sein Umriss mit den Korallen. Auch zahlreiche Hautlappen, die über den Körper verteilt sind, dienen der Tarnung. Bei einem Angriff auf Beute stellt der Feuerfisch seine Rückenstacheln auf, dreht sich mit dem Rücken zum Gegner und versucht, seine Beute mit einem der Stachel zu rammen. Durch den daraus entstandenen Druck reist die Epidermis vom Stachel ab, das Gift wird aus den Drüsen herausgedrückt und in die Wunde gepresst. Potentiellen Feinden schwimmt der Rotfeuerfisch mit aufgestellter Rückenflosse entgegen.

LakkyLady ( Gast )
Beiträge:

22.04.2005 07:09
#6 RE:Fische antworten


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